Unser Anspruch ist ein modernes Untersuchungszentrum
Unsere Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin blickt auf eine lange Tradition zurück. Ihr Ursprung liegt im ersten Röntgenzimmer des Saarlandes, das im Jahre 1897 ins Leben gerufen wurde. Damals war das Röntgen noch eine absolute medizinische Neuheit, da ein Jahr zuvor erst die Röntgenstrahlen entdeckt wurden. Seit dem 19. Jahrhundert, aus dem Sulzbacher Knappschaftslazarett heraus, hat sich unsere Radiologie und Nuklearmedizin rasant weiter entwickelt: In der Diagnostik kommen alle modernen Röntgenverfahren zum Einsatz. Darüber hinaus setzen wir Ultraschall, Computertomografie und nuklearmedizinische Verfahren sowie die Kernspintomografie ein.

Gefäßkrankheiten modern therapieren
In den vergangen Jahren haben wir uns erfolgreich auf Gefäßerkrankungen spezialisiert. Die Therapie erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Gefäßzentrum im Krankenhaus Püttlingen.

Wir können Engstellen in Gefäßen mit einem radiologischen Verfahren, der Angiografie, darstellen. Je nach Art der Verengung wird das Blutgefäß mittels Ballonkatheter und der Einlage eines Röhrchens, eines sogenannten „Stents“, wieder aufgedehnt. Eine Spezialität ist dabei der Einsatz von CO2 als Kontrastmittel bei bestimmten Vorerkrankungen. CO2 eignet sich besonders für Patienten mit Nierenerkrankungen, da es nicht über die Niere ausgeschieden wird. Fast alle Gefäße lassen sich mit CO2 darstellen, zum Beispiel die Schlagadern von Bauch, Niere, Darm und Beinen. Auch die Gefäße des Beckens lassen sich damit gut visualisieren.

Radio-Jod-Therapie bei Schilddrüsenerkrankungen
Die Radio-Jod-Therapie ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Klinik. Mit diesem Verfahren behandeln wir erfolgreich Patienten mit gut- und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen. Die Radio-Jod-Therapie ist eine Alternative zur Schilddrüsenoperation (bzw. nach der Tumoroperation) und wird im Saarland nur in zwei Kliniken angeboten. Sie birgt kaum Nebenwirkungen und ist weitestgehend schmerzfrei. Der Patient schluckt eine Kapsel mit radioaktivem Jod, die über das Blut in die Schilddrüse gelangt. Dort „bestrahlt“ es die Schilddrüsenzellen von innen und wird anschließend wieder ausgeschieden. Wir halten für diese Therapie drei Behandlungsplätze in speziellen, sehr schönen Räumlichkeiten bereit. Pro Jahr werden 120 bis 200 Patienten mit Radio-Jod behandelt. In etwa 90–95% der Fälle ist die Behandlung erfolgreich.

Neuer Kernspintomograf hilft MS-Patienten
Unser moderner Kernspintomograf (MRT) ermöglicht gerade bei MS ein frühzeitiges Entdecken von Entzündungsherden, die auf die Krankheit hinweisen. Durch eine spezielle Software lässt sich der Verlauf exakt verfolgen. Therapien können danach unmittelbar nach ihrer Effizienz beurteilt werden. Die Magnetresonanztomografie hat in vielfältiger Weise zum Verständnis der MS beigetragen. Sie ist ein wertvolles Instrument für die Diagnose, aber auch für das Verständnis der Art und Weise, wie die Krankheit verläuft. Mit ihrer Hilfe lässt sich die Wirksamkeit eines Medikaments auf die Krankheitsaktivität und den Krankheitsfortschritt untersuchen. So können wir Entzündungsherde mit den MRT-Aufnahmen in akut entzündliche oder inaktive (mit Hilfe von Kontrastmitteln) in einer einzigen Untersuchung unterscheiden. Auf diese Weise lässt sich die Diagnose der MS beschleunigen.

 

Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Adams
Chefarzt Radiologie und Nuklearmedizin
Klinik Sulzbach


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