Wir arbeiten in unserer Nuklearmedizin mit einer hochmodernen Doppelkopf-Spectkamera (Symbia). Damit führen wir alle nuklearmedizinischen Untersuchungen durch. Das Spektrum unserer Abteilung mit dem neuen Gerät beinhaltet folgende Szintigrafien (Bilddarstellung eines Organs mit radioaktiven Substanzen):

  • Schilddrüsenszintigrafie
  • Skelettszintigrafie
  • Leukozytenszintigrafie
  • Nierenszintigrafie
  • Lungenszintigrafie
  • Parkinson-Diagnostik

 

 

 

 

 

Therapie-Spektrum der Nuklearmedizin:

  • Radio-Jod-Therapie der Schilddrüsenüberfunktion
    Die kranken Schilddrüsenzellen werden mit radioaktivem Jod von innen bestrahlt, nachdem der Patient eine Kapsel mit dem radioaktiven Medikament geschluckt hat. Das Verfahren ist weitestgehend schmerz- und nebenwirkungsfrei und wird in Sulzbach seit über 40 Jahren erfolgreich angewendet.
  • Ein weiterer Schwerpunkt unserer Klinik ist die fachübergreifende Behandlung und Nachsorge von „bösartigen“ Schilddrüsenerkrankungen.
  • Radiosynoviorthese wegen rezidivierender Gelenkergüsse
    Durch Einspritzen von strahlenden Substanzen in Gelenke können Gelenkergüsse zum Verschwinden gebracht werden.

 

Diagnose-Möglichkeiten der Nuklearmedizin:

  • Schilddrüsenszintigrafie und Ultraschall
    Mittels Injektion einer strahlenden Substanz, die das Jod imitiert, lassen sich die verschiedenen Formen der Schilddrüsenfunktion voneinander unterscheiden.
  • Radio-Jod-Test
    Mit einer geringen Dosis radioaktivem Jod wird ausgemessen, wie viel davon in der Schilddrüse verbleibt. Somit wird die therapeutische Dosis zur Radio-Jod-Therapie bestimmt.
  • Knochenszintigrafie, statisch und 3-Phasen, ggf. dreidimensional
    Mit dieser Untersuchung werden im Skelettsystem Orte mit vermehrtem Knochenumbau festgestellt. Mit der Dreiphasenszintigrafie kann man entzündliche Veränderungen von Knochentumoren unterscheiden und mit der dreidimensionalen Darstellung den Ort der krankhaften Veränderungen im Körper genau feststellen.
  • Myocardszintigrafie mit pharmakologischer (= medikamentöser) Belastung
    Die Myocardszintigrafie ist ein Untersuchungsverfahren zur Darstellung der Durchblutung des Herzmuskels. Dieses Verfahren empfiehlt sich bei einer Herzkranzgefäßerkrankung sowie bei Verdacht auf koronare Herzkrankheit (KHK).
  • Nierenfunktionsszintigrafie
    Durch Injektion von radioaktiven Substanzen wird das Ausscheidungsverhalten der Nieren für harnpflichtige Substanzen überprüft und bildmäßig festgehalten.
  • Nierenperfusionsszintigrafie mit Captropril
    Es werden - quasi berührungsfrei - Engstellen der Nierenschlagadern, die für den erhöhten Blutdruck verantwortlich sein können, festgestellt.
  • Erythrozytenmarkierung
    Die roten Blutkörperchen werden mit radioaktiven Substanzen markiert und danach Blutungsherde im Körper, die man anderweitig nicht feststellen kann, im Bild festgehalten: zum Beispiel bei Darmblutungen aus ungeklärter Ursache, oder zum Beispiel der Nachweis eines Blutschwammtumors in der Leber.
  • Hepatobiliäre Funktionsszintigrafie
    Mittels Injektion einer radioaktiven Substanz, die in der Galle ausgeschieden wird, kann man einen Aufstau der Gallenflüssigkeit oder ein Leck in den Gallenwegen feststellen.
  • Lymphszintigrafie und Sentinel-Node-Szintigrafie
    Verstopfte Lymphbahnen im Bein oder im Becken sind manchmal Ursache von dicken Beinen. Mit dieser Szintigrafie lässt sich der Ort der Transportstörung feststellen. Bei der Sentinel-Node (=Wächterlymphknoten) Szintigrafie wird vor einer Brustkrebsoperation der erste Lymphknoten im Lymphabflussgebiet der zu operierenden Brust markiert, so dass er gesondert untersucht werden kann. Hierdurch kann in vielen Fällen die Radikalität des chirurgischen Eingriffs vermindert werden.
  • Intestinale Transitzeit
    Mittels Gabe einer radioaktiven Testmahlzeit lässt sich eine gestörte Passagezeit von der Speiseröhre bis zum Enddarm feststellen.
  • Lungenszintigramm
    Mittels Injektion einer radioaktiven Substanz kann man den Verschluss einzelner Lungenarterien nachweisen. Das Verfahren ist wichtig für das Feststellen einer Lungenembolie. Es kann auch bei einer Kontrastmittelallergie und bei einer schlechten Nierenfunktion eingesetzt werden.

 

Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Adams
Chefarzt Radiologie und Nuklearmedizin
Klinik Sulzbach


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