22.03.2017

Wenn die Speiseröhre brennt


Moderne Abhilfen bei Sodbrennen 
 
Im Rahmen der Patienteninforeihe des Krankenhauses Püttlingen geht es im April um Sodbrennen. Dabei zeigt Dr. Matthias Maier, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, wichtige Diagnose- und Therapieverfahren. Endoskopie und Säuremessung helfen, die passende Behandlung zu finden. Parallel stellt Prof. Dr. Thomas Reck, Chefarzt der Klinik für Chirurgie, moderne Operationsverfahren vor, die einen gestörten Verschlussmechanismus zwischen Magen und Speiseröhre wieder herstellen. Weitere Informationen rund um das Thema „Sodbrennen“ gibt es für alle Interessierte am Donnerstag, 20. April 2017, 18 Uhr, im Konferenzraum des Dachgeschosses des Krankenhauses Püttlingen.
 
Sodbrennen ist ein häufiges Phänomen. Beispielsweise leiden bis zu 80% der Schwangeren am Ende ihrer Schwangerschaft unter diesem Problem. Meistens handelt es sich um ein brennendes, saures Gefühl im Brustraum. Hervorgerufen wird Sodbrennen durch Magensäure, die in die Speiseröhre aufsteigt. 
 
Wenn Sodbrennen krankhaft wird
 
Krankhaft ist Sodbrennen immer dann, wenn es so häufig auftritt, dass ein Mensch darunter leidet oder entzündliche Vorgänge in der Speiseröhre zu einer krankhaften Veränderung der Schleimhautstruktur führen. Diese Strukturveränderungen in der Speiseröhre sind oft eine Entzündung der Schleimhaut. „Es können sich aber auch Narben bis hin zu Engstellungen entwickeln, die verhindern, dass gekaute Speisen problemlos in den Magen rutschen“, erklärt Dr. Mathias Maier, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin. Im schlechtesten Fall entwickelt sich aus einer dauerhaften Entzündung ein Umbau der Speiseröhrenschleimhaut, die am Ende sogar zu Speiseröhrenkrebs führen kann. 
 
Veränderungen in der Speiseröhre rechtzeitig erkennen
 
Strukturelle Veränderungen der Speiseröhren-Schleimhaut lassen sich mit einer Endoskopie (Magenspiegelung) feststellen. Dabei kann der Arzt die Schleimhaut anschauen und gleichzeitig Proben entnehmen, um den Grad der Entzündung, bzw. der Veränderung der Schleimhautzellen abzuklären. Zusätzlich ist es möglich, durch Messungen in der Speiseröhre den Grad der Säurebelastung zu messen (sog. pH-Metrie).
 
Medikamente und moderne OP-Verfahren
 
Als Mittel bei Sodbrennen helfen Medikamente mit einer säurebindenden Substanz, welche die Magensäure zum Teil neutralisieren oder Medikamente, welche die Säureproduktion durch die Magenschleimhaut vermindern. 
Das Eintreten der Magensäure in die Speisröhre wird durch einen Verschlussmechanismus zwischen Magen und Speiseröhre verhindert. Ist als Ursache für das Sodbrennen der Verschluss zwischen Magen und Speiseröhre gestört und sind die sogenannten Säureblocker dauerhaft nicht erfolgreich, besteht die Möglichkeit einer operativen Korrektur. Weitere Informationen zu den modernen Operationsverfahren liefert Prof. Dr. Thomas Reck, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. 
 
Alle Besucher sind herzlich eingeladen, sich an dem Arzt-Patientendialog mit ihren Fragen zu beteiligen.