06.03.2017

Moderne Schmerztherapien bei Rückenproblemen


Schmerzklinik im Krankenhaus Püttlingen hilft weiter

Im Mittelpunkt des Informationsabends stehen neue Entwicklungen bei Therapie und Diagnose von Schmerzerkrankungen: Moderne Verfahren helfen, exakt den Nerven ausfindig zu machen, der verletzt bzw. geschädigt ist und dauerhaft massive Schmerzsignale aussendet. Darüber hinaus geht Dr. Florian Lenhard, Ltd. Oberarzt der Klinik für Schmerztherapie, auch auf moderne und bewährte Behandlungsverfahren ein. Er erläutert die Folgen einer chronischen Schmerzerkrankung im Alltag und gibt Tipps zum richtigen Vorbeugen. Alle Besucher und Interessierte sind am Donnerstag, 16. März 2017 um 18 Uhr zu der Patientenveranstaltung herzlich eingeladen. Die Veranstaltung findet im Konferenzraum (8. OG) statt.
 
In Deutschland leiden ca. 23 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen. Häufigste Ursache chronischer Schmerzen sind Erkrankungen des Bewegungsapparates, am häufigsten Rückenschmerzen (10 % der Gesamtbevölkerung). Da spezialisierte Zentren fehlen, erhält jedoch nur ein Bruchteil der Patienten eine effektive Schmerztherapie.
 
„Es gibt viele moderne Diagnose- und Therapieverfahren, die besonders Patienten mit chronischen Schmerzen weiterhelfen", erklärt Dr. Lenhard. In seinem Vortrag beschreibt er die Vorteile der neuen Behandlungsverfahren. Allerdings macht er auch deutlich, dass es kein generelles "Behandlungsschema" gibt. Vielmehr ist eine exakte Diagnose der Schmerzursache wichtig, die jedem Patienten eine "individualisierte Therapie“ ermöglicht.
Wird der Schmerzauslöser oder die Ursache über einen längeren Zeitraum nicht aufgedeckt und behandelt, so entsteht eine „chronische“ Schmerzerkrankung, die letztendlich nicht nur körperliche sondern auch psychische und soziale Negativfolgen in der Alltagsbewältigung mit sich bringt. „Deshalb ist es besonders wichtig, so früh wie möglich mit einer Schmerztherapie zu beginnen, damit die Schmerzen sich nicht verstärken und chronisch werden“, erklärt Dr. Lenhard. 
 
Medikamente helfen oft nur bedingt, weil sie den ganzen Körper beeinflussen und meist starke Nebenwirkungen verursachen. Neue Behandlungsmethoden (sog. „neuromodulative“ Verfahren) zur Schmerzbekämpfung, wie die Radiofrequenztherapie durch die Haut oder die Rückenmarks- und Spinalganglienstimulation, werden den Besuchern anschaulich erläutert.
 
Weitere Informationen unter www.kksaar.de.