26.10.2014

Hilfe bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen


Arzt-Patienten-Seminar verhilft Betroffenen zu neuen Perspektiven

Am Samstag, 8. November findet von 9.30 bis 13.00 Uhr im Knappschaftsklinikum Saar, Krankenhaus Püttlingen eine Veranstaltung zum bundesweiten Crohn und Colitis Tag statt. Aus diesem Anlass lädt die Klinik für Innere Medizin gemeinsam mit der Deutschen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa-Vereinigung (DCCV) Betroffene und Angehörige zu einem Arzt-Patienten-Seminar ein. Im Mittelpunkt stehen Operationsverfahren bei Colitis ulcerosa sowie neueste Entwicklungen in der medikamentösen Therapie der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Daneben werden die Besucher über Themen wie Krankheitsbewältigung, medikamentöse Langzeitbehandlung und typische Nebenwirkungen informiert. Abgerundet wird das Spektrum mit Informationen aus dem Arbeitskreis Ernährung.

Mehr als 320.000 Menschen in Deutschland sind von einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) betroffen. Im Saarland erkranken jährlich 100 bis 120 Menschenr neu an einer CED. Männer sind ähnlich häufig betroffen wie Frauen. Eine frühzeitige Diagnose und eine individuelle Therapie sind entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen betreffen Menschen in jedem Lebensalter. Oftmals beginnen sie schon im jungen Erwachsenenalter zwischen 15 und 34 Jahren.
„Die Diagnose ‚Morbus Crohn’ oder ‚Colitis ulcerosa’ schränkt bei vielen Betroffenen die Lebensqualität ein - und zwar nicht nur aufgrund der damit verbundenen Komplikationen“, erklärt Dr. Matthias Maier, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im Krankenhaus Püttlngen. „Deshalb möchten wir auch in diesem Jahr einen Schwerpunkt im medizinisch-technischen Bereich, in der Krankheitsbewältigung und bei CED im Alltag setzen. Zwei hochkarätige Referenten werden erwartet: Prof. Hoffmann aus dem St. Marienkrankenhaus in Ludwishafen wird über neueste Entwicklungen bezüglich der medikamentösen Therapie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen referieren. Prof. Kienle aus der Chirurgischen Universitätsklinik in Mannheim stellt das OP-Verfahren „ileonaler Pouch bei Colitis ulcerosa“ vor und informiert über Alternativen und mögliche Komplikationen. Als Spiegelbild zu dieser technischen Seite berichtet Evelyn Köhler-Straube, Pouch-Gesprächskreis Darmstadt, über die Krankheitsbewältigung und Erfahrungen aus Sicht der Betroffenen.
Die erfahrene Gastroenterologin, Dr. Dagmar Mainz, wendet sich dem Thema der medikamentösen Langzeitbehandlung in der alltäglichen Praxis zu. Dabei erläutert sie typische Nebenwirkungen, Kontrollen und Dauer der Medikation. Ergänzt wird dieser Vortrag von Dr. Winfried Häuser, Spezialist für Psychosomatik und Gastroenterologie am Winterbergklinikum, der die Frage CED und Auswirkungen auf die Seele der Betroffnen beleuchtet. Doris Macha, Arbeitskreis Ernährung der DCCV, geht auf wichtige Aspekte der Ernährung bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ein.

„Wir möchten mit dem Arzt-Patienten-Seminar das Bewusstsein und das Wissen über Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zwischen den Betroffenen, ihren Angehörigen und den behandelnden Ärzten erweitern“, ergänzt Dr. Maier. Das gemeinsame Arzt-Patientenseminar findet am 8.11.2014 (9.30 Uhr bis 13.00 Uhr) im Konferenzraum der 8. Etage im Krankenhaus Püttlingen statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen finden Sie unter www.kksaar.de