07.09.2014

Schmerzursachen erfolgreich entdecken


Moderne Schmerztherapien helfen erst nach exakter Diagnose

Im Mittelpunkt der Patienten-Informationsreihe „Gesundheit erleben“ stehen neue Entwicklungen bei der Diagnose von Schmerzerkrankungen: Moderne Verfahren helfen, exakt den Nerven ausfindig zu machen, der verletzt bzw. geschädigt ist und dauerhaft massive Schmerzsignale aussendet. Neben der neuartigen Diagnostik geht Dr. Gerhard Deynet, Chefarzt der Klinik für Schmerztherapie, auch auf moderne und bewährte Behandlungsverfahren ein. Er erläutert die Folgen, die eine chronische Schmerzerkrankung für die Betroffenen im Alltag mit sich bringt. Alle Besucher und Interessierte sind am Donnerstag, den 18. September um 18 Uhr zu der Patientenveranstaltung herzlich eingeladen. Die Veranstaltung findet im Konferenzraum der 8. Etage im Püttlinger Krankenhaus statt.

Schmerzen können auf vielfältige Weise entstehen. Sie sind oftmals auch eine Begleiterscheinung bei verschiedenen Erkrankungen. Aufgabe der Schmerzklinik ist es, dafür zu sorgen, dass die Betroffenen keine starken oder unangenehmen Schmerzen ertragen müssen. Schmerzen können z.B. die Bewegung, Atmung, Konzentration und Motivation stark einschränken.
Wird der Schmerzauslöser oder die Ursache über einen längeren Zeitraum nicht aufgedeckt und behandelt, so entsteht eine „chronische“ Schmerzerkrankung, die letztendlich nicht nur körperliche sondern auch psychische und soziale Negativfolgen in der Alltagsbewältigung mit sich bringt.
„Deshalb ist es besonders wichtig, so früh wie möglich mit einer Schmerztherapie zu beginnen, damit die Schmerzen sich nicht verstärken und chronisch werden“, erklärt Dr. Deynet.
Wesentlich für das effektive Bekämpfen der Schmerzen ist es, die Schmerzursache herauszufinden. Daher beginnt die Klinik für Schmerztherapie am Krankenhaus Püttlingen ihre Arbeit, indem sie das Schmerzbild bewertet und eine exakte Diagnose stellt. Hierzu verwendet die Klinik modernste Hilfsmittel und Messverfahren, die Probleme im Wirbelkanal sichtbar machen. „Die präzise Schmerzregion im Rückenmarkskanal zu finden verhilft den Patienten zur richtigen Therapie“, erklärt Dr. Deynet.
Bei allen Schmerztherapien wird versucht, das Schmerzgefühl zu unterbinden, indem das Signal blockiert oder geschwächt wird, bevor es das Gehirn erreicht. Medikamente helfen oft nur bedingt, weil sie den ganzen Körper beeinflussen und meist starke Nebenwirkungen verursachen. Neuromodulative Verfahren zur Schmerzbekämpfung wie die Radiofrequenzanwendung durch die Haut oder die Rückenmarks- und Spinalganglienstimulation werden den Besuchern anschaulich erklärt und die Erfolge anhand von Patientenbeispielen demonstriert.

Zusätzlich zur medikamentösen Therapie stellt der Chefarzt den Besuchern weitere Methoden zum Lindern und Vermeiden von Schmerzen vor. So helfen Entspannungstechniken, Atemübungen, sowie krankengymnastische Übungen / Physiotherapie den Schmerz zu reduzieren.  

Alle Besucher sind im Anschluss an den Vortrag herzlich eingeladen, sich mit Fragen an dem Dialog zu beteiligen.