Es handelt sich um den Morbus Crohn, der Dünn- und Dickdarm befallen kann, und die Colitis ulzerosa. Beide Erkrankungen werden so lange wie möglich medikamentös behandelt. Unsere internistischen Kollegen sind auf diese Erkrankungen spezialisiert (Link).

Beim Morbus Crohn denken wir dann über eine Operation nach, wenn es in Folge der Entzündung zu einer endokopisch mittel Darmspiegelung oder medikamentös nicht beherrschbaren Enge im Darm

kommt. Wir operieren in diesen Fällen möglichst sparsam, entfernen also nur das enge Segment, nicht alle entzündeten Darmanteile. Die Operation erfolgt minimal-invasiv. Es kommen alle Techniken inklusive der Strikturoplastiken und Pouchbildung zum Einsatz. Parallel erfolgt oft eine begleitende, medikamentöse Therapie.

Bei der Colitis ulzerosa kann die Operation entweder wegen nicht beherrschbarem Durchfall (manchmal auch blutig) oder bei Karzinomverdacht notwendig werden. Erforderlichenfalls entfernen wir den gesamten Dickdarm (Kolektomie), erhalten aber den Schließmuskel. Am letzten Ende des Dünndarms wird ein Reservoir (Pouch) gebildet, den wir mit dem Schließmuskel verbinden. Ein vorübergehender künstlicher Darmausgang unterstützt die Heilung und wird nach ca. 3 Monaten zurückverlegt. Wegen des anfangs dünnflüssigen Dünndarmstuhles ist mit 10 Stuhlentleerungen pro Tag zu rechnen. Erfreulicherweise reduziert sich die Stuhlfrequenz innerhalb eines Jahres.

Dr. Jochen Schuld
Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Klinik Sulzbach


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