Bei peripheren Regionalanästhesieverfahren wird das Betäubungsmittel in die Nähe von Nerven injiziert, die eine bestimmte Region des Körpers versorgen. Möchten unsere Patienten während der Operation lieber schlafen, so verabreichen wir zusätzlich ein Beruhigungsmittel. Häufig machen wir davon zur Betäubung von Schulter, Knie, Unterschenkel und Fuß Gebrauch. Sie eignet sich auch bestens für Eingriffe an Hand, Unter- und Oberarm. Die häufigste Form ist die axilläre Plexusanästhesie, bei der ein lokales Betäubungsmittel in die Nähe der Nervenbündel in der Achselhöhle verabreicht wird. Für einige Operationen ist es erforderlich, die von den Halswirbeln zum Arm ziehenden Nervenbündel unterhalb des Schlüsselbeins aufzusuchen und dort das lokale Betäubungsmittel zu verabreichen. Eine weitere Methode besteht darin, das zugehörige Nervenbündel schon am Hals aufzufinden. Welches Verfahren für unsere Patienten geeignet ist, hängt von der Art des geplanten Eingriffs ab. Die Anlage der Regionalanästhesie erfolgt in unserer Klinik mit Hilfe von Ultraschall. Der Ultraschall ermöglicht uns das anzusteuernde Ziel, wie auch die umgebenden empfindlichen und verletzbaren Strukturen darzustellen. Erst dann nehmen wir unter Bildkontrolle die geplante Punktion vor. Die Ultraschallkontrolle schafft damit ein Stück zusätzliche Sicherheit für den Patienten.

Dr. Klaus-Dieter Gerber
Chefarzt Anästhesie und Intensivmedizin
Klinik Sulzbach


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